19. November 2018

SBB Frauen

Netzwerken bei der Auftaktveranstaltung zur Sächsischen Frauenwoche

  • Foto: SBB@Frauen Gabriele Stuhr (stellv. Vorsitzende der SBB Frauen), Susanne Köhler (Vorsitzende des Landesfrauenrat Sachsen e. V.), Tanja Teich (Vorsitzende des SBB Frauen)

Der Landesfrauenrat e.V. erfüllt die bereits in den 90er Jahren ausgerichteten Frauenwochen in Sachsen wieder mit Leben und die SBB Frauen verfolgten begeistert den Startschuss vor Ort! Noch bis zum 26. November 2018 finden zahlreiche Veranstaltungen unter dem Motto „Gewalt beginnt nicht mit Schlägen“ in Sachsen statt.

Zur Auftaktveranstaltung am 16.11.2018 im Dresdner Rathaus wurde mehr als deutlich, wie wichtig das Thema der Frauenwoche „Häusliche Gewalt und sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen“ ist.

Susanne Köhler, Vorsitzende des Landesfrauenrat Sachsen e.V., nahm in Ihrer Eröffnungsrede sogleich die Umsetzungsdefizite der Istanbul-Konvention (Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt) ins Visier. Vor allem fehle es an einem flächendeckenden Netz für Frauenschutzhäuser sowie an einer effektiven Strafverfolgung von Sexualstraftätern. Dabei ist jede vierte Frau von sexualisierter Gewalt betroffen!

Die Grußworte von Dr. Kristin Klaudia Kaufmann, Bürgermeisterin der Stadt Dresden, sowie der Fachvortrag von Susanne Häusler über ihren Fachbereich als Leiterin des bundesweiten Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ wurden von den ergreifenden Texten der Poetry Slammerin Luisa Münch abgerundet.

In der abschließenden Podiumsdiskussion verdeutlichte die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration Petra Köpping ihren hohen Anspruch an das Thema. Vor allem die Interventionsstellen seien in der Vergangenheit bereits umfangreich gestärkt worden. Sylvia Müller, Leiterin der Dresdner Interventions- und Koordinierungsstelle, wies aber auf das fortwährende Problem der Finanzierung hin, das dauerhaft bestehe.