SBB Pressemeldung
2. Verhandlungsrunde gescheitert – Streikfreigabe erteilt
„Wie wir aus Potsdam erfahren mussten, haben die Arbeitgeber der TdL den Ernst der Stunde offenbar nicht erkannt. Trotz hoher Belastungen der Beschäftigten und der klaren Erwartungen an eine faire Einkommensentwicklung hat die TdL nichts angeboten, was man auch nur ansatzweise ein verhandlungsfähiges Angebot nennen könnte.“ So Nannette Seidler, Landesvorsitzende des SBB Beamtenbund und Tarifunion Sachsen.
"Die Beschäftigten sind enttäuscht. Und sie sind zu Recht sauer. In Sonntagsreden sind wir die Verlässlichen und das Rückgrat des Staates, am Verhandlungstisch mit der TdL aber immer nur ein lästiger Kostenfaktor. Das werden wir nicht akzeptieren. Arbeitskampfmaßnahmen sind damit die logische Folge.“ Der dbb beamtenbund und tarifunion hat seinen Fachgewerkschaften unmittelbar im Anschluss an die enttäuschende zweite Verhandlungsrunde die Streikfreigabe bis zur nächsten Verhandlungsrunde erteilt.
Erste Warnstreiks werden stattfinden am:
- 21.01.2026 | Kundgebung ab 10.00 Uhr, Richard-Wagner-Platz, Leipzig
- 23.01.2026 | Kundgebung ab 09.30 Uhr, Postplatz, Dresden
„Die Maßnahmen richten sich gegen die Verweigerungspolitik der Länder-Arbeitgeber, nicht gegen Bürgerinnen und Bürger. Die TdL trägt die Verantwortung für die Streikmaßnahmen, sie hat das Heft des Handels in ihrer Hand.“ So Seidler weiter.
Hintergrund: Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes fordern für die Beschäftigten der Länder unter anderem eine Erhöhung der Tabellenentgelte der Beschäftigten um 7 Prozent, mindestens um 300 Euro monatlich sowie eine Erhöhung der Azubi-/Studierenden/ Praktikantinnen/Praktikanten-Entgelte um 200 Euro. Von den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind etwa 3,5 Millionen Beschäftigte betroffen: direkt ca. 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Bundesländer (außer Hessen), indirekt ca. 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der entsprechenden Länder und Kommunen sowie rund eine Million Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger. Die kommende dritte Verhandlungsrunde ist für den 11.-13. Februar 2026 vereinbart.
Pressemeldung vom 16.01.2026
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