SBB Pressemeldung
Einkommensrunde für die Beschäftigten der Länder
Die am 15. Januar 2026 startende zweite Verhandlungsrunde braucht ein ernsthaftes und wertschätzendes Angebot der Arbeitgeber!
Am Verhandlungstisch sitzen den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes ab morgen wieder die Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) gegenüber. Einer von ihnen ist Sachsens Finanzminister Christian Piwarz.
Der dbb beamtenbund und tarifunion geht mit einer klaren Erwartungshaltung in diese Runde: Die Arbeitgeber der Länder müssen ihrer Verantwortung für einen leistungsfähigen und attraktiven öffentlichen Dienst gerecht werden.
Landesvorsitzende Nannette Seidler äußert sich zuversichtlich: „Ich denke uns allen ist bewusst, dass die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes gerade unter den aktuell herausfordernden Rahmenbedingungen eine besonders wichtige Aufgabe übernehmen. Sie sichern Bildung, Wissenschaft, Verwaltung, Justiz und innerer Sicherheit – und das unter wachsendem Arbeitsdruck, Fachkräftemangel und steigenden Lebenshaltungskosten. Ohne unsere engagierten Kolleginnen und Kollegen ist im wahrsten Sinne des Wortes kein Staat zu machen. Dieser Verantwortung muss sich die TdL in der Einkommensrunde stellen.“
Die Beschäftigten erwarten jetzt ein ernsthaftes und verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber, welches auch ein Ausdruck von echter Wertschätzung ist.
Kernforderungen:
- Erhöhung der Tabellenentgelte der Beschäftigten um 7 Prozent, mindestens aber 300 Euro monatlich, bei einer Laufzeit von 12 Monaten
- Erhöhung der Zeitzuschläge gemäß § 8 Abs. 1 TV-L um jeweils 20 Prozentpunkte und Errechnung auf der Basis der individuellen Stufe, mindestens jedoch der Stufe 3
- Erhöhung der Entgelte der Auszubildenden, Studierenden, Praktikantinnen und Praktikanten um 200 Euro monatlich bei einer Laufzeit von 12 Monaten
Wir erwarten zudem endlich die Angleichung der Arbeitsbedingungen im Tarifgebiet Ost an das Tarifgebiet West.
Hintergrund:
Unmittelbar gilt der TV-L nur für Tarifbeschäftigte, die Mitglied bei einer in den Verhandlungen vertretenen Gewerkschaften, wie dem dbb beamtenbund und tarifunion, sind. Mittelbar gilt er aber regelmäßig auch für die übrigen Arbeitnehmenden, weil in den Arbeitsverträgen häufig Bezug auf den TV-L genommen wird. Auf diese Weise betrifft er rund 3,5 Millionen Beschäftigte. Zusätzlich zum TV-L werden in dieser Einkommensrunde auch die Tarifverträge für Praktikantinnen und Praktikanten, Auszubildende und dual Studierende im Landesdienst verhandelt.
Im Nachgang wird das Ergebnis der Verhandlungen üblicherweise zeit- und wirkungsgleich auf Beamte und Versorgungsempfänger übertragen.
Pressemeldung vom 14.01.2026


