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15. Juni 2016
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Pressemitteilung

Zukunftsplan oder Papiertiger? – Der Bericht der „Personalkommission“ ist fertig.

Die Kommission zur umfassenden Evaluation der Aufgaben, Personal- und Sachausstattung hat ihre Arbeit beendet und dem Kabinett einen Abschlussbericht vorgelegt. Damit dessen wichtige Ergebnisse nicht als Papiertiger enden, müssen sie transparent gemacht und in Gemeinsamkeit von Politik, Verwaltung und Bediensteten des Freistaates umgesetzt werden.

Lange wurde er diskutiert und zuletzt unter den Kabinettsmitgliedern abgestimmt. Heute soll er veröffentlicht werden. Gerhard Pöschmann, Vorsitzender des SBB Beamtenbund und Tarifunion Sachsen und als Arbeitnehmervertreter Mitglied der „Personalkommission“, ist mit dem Inhalt des Abschlussberichtes zufrieden. „Die Zusammenarbeit in der Kommission war sehr offen, konstruktiv und ergebnisorientiert. Es ist eine exzellente und deutschlandweit einmalige Situationsbeschreibung entstanden, die letztendlich von allen Kabinettsmitgliedern akzeptiert wurde. Im Abschlussbericht wird sehr deutlich aufgezeigt, wo es in unserer öffentlichen Verwaltung hakt und wo es gilt, zeitnah aktiv zu werden. Schließlich geht es bei der beschriebenen Zukunft des öffentlichen Dienstes nicht allein um Beschäftigten-Interessen. Sachsens Politik, Verwaltung und Bürger brauchen bzw. erwarten einen starken öffentlichen Dienst.“

Der Bericht beschreibt auf 66 Seiten, wie sich die aktuelle und zukünftige Personalsituation in Sachsens öffentlicher Verwaltung bis 2030 darstellt. Mit wissenschaftlicher Begleitung hat die Kommission Handlungsfelder definiert und diese in „Kernbotschaften“ auf den Punkt gebracht. Dabei sind Themen wie Demografie, Personalgewinnung, die Wahrnehmung staatlicher Aufgaben durch private Unternehmen, defizitäre Bereiche oder das Gesundheitsmanagement ebenso beleuchtet, wie die künftige Aufgabenlast.

Gerhard Pöschmann ist sicher, dass „allen Beteiligten eine, auf die zukünftige Arbeit gerichtete Betrachtungsweise, wichtig war. Wir haben die Aufgaben deshalb daraufhin untersucht, ob sie zukünftig zu- oder eher abnehmen. Und es wurde die Frage nach der Pflicht oder Kür der Leistungen gestellt. Damit gibt es erstmals ein von allen akzeptiertes Papier, welches jetzt einen Wechsel in der Personalpolitik des Freistaates einleiten muss.“

„Jetzt ist es unumgänglich, den begonnenen Weg fortzusetzen und, wie von der Kommission empfohlen, die gewonnenen Erkenntnisse schon in den nächsten Doppelhaushalt einfließen zu lassen. Der Bericht zeigt Defizite auf, bietet aber auch jede Menge Chancen. Diese müssen ergriffen und langfristig umgesetzt werden“, so Pöschmanns Überzeugung.

Die Kolleginnen und Kollegen des Sächsischen Beamtenbundes und seine Mitgliedsgewerkschaften werden den Bericht mit großer Aufmerksamkeit lesen. „Die Gewerkschaftsvertreter und Personalräte vor Ort kennen ihre Dienststellen und wissen um die Probleme. Sie erwarten jetzt einen konstruktiven Dialog in unser aller Interesse“, so Pöschmann weiter. „Die Erwartungshaltung der Bediensteten ist zweifellos hoch. Insoweit kann man auf die Diskussionen der nächsten Wochen und Monate gespannt sein.“

Hier sehen Sie die Pressemitteilung als PDF.