Mit dieser verkürzten Darstellung der Misere im öffentlichen Dienst weist Günter Steinbrecht, Landesvorsitzender des sbb – beamtenbund und tarifunion sachsen auf die Probleme der Beschäftigten bei den Kommunen hin. Stetig steigende Arbeitsverdichtung durch massiven Personalabbau, keine Fortführung der Altersteilzeitmodelle, keine oder nur befristete Übernahme von Auszubildenden und die damit zunehmende Überalterung der Belegschaft, fehlende Möglichkeiten für Aufstiege bzw. Höhergruppierungen sowie die andauernde Benachteiligung der Ost-Länder bei Jahressonderzahlung und Kündigungsschutz gegenüber den alten Bundesländern, das sind nur einige der Probleme unserer Beschäftigten. Insbesondere in den unteren Gehaltsgruppen wirkt sich das verheerend aus.
Sachsen: Reformen des Beamtenrechts (03.02.2010)
Das Kabinett des Freistaates Sachsen hat Eckpunkte für eine umfassende Reform des Dienst-, Besoldungs- und Versorgungsrechts beschlossen.
Es ist kein Zufall, dass diese anspruchsvolle Thematik im Mittelpunkt des 2. Schulpolitischen Forums der Lehrerverbände im sbb und der CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag am 16.01.2010 in Dresden stand. Hatten diese doch mit ihrem im Mai 2009 veröffentlichten Konzept 2020 grundlegende Vorstellungen und Forderungen für alle Schularten in die Öffentlichkeit getragen. „Unser sächsisches Schulsystem hat in der Vergangenheit seine Leistungsfähigkeit bewiesen. Um zukünftige Schülergenerationen noch besser auf das Berufsleben vorzubereiten, bedarf es einer weiteren inhaltlichen Ausgestaltung. Das Prinzip „Fördern und Fordern“ muss ein gesamtgesellschaftliches Anliegen individueller Betreuung auf der Grundlage guter Lehr-und Lernbedingungen sein“ , so eine Kernaussage in der Präambel.
Auszubildende im öffentlichen Dienst übernehmen! (27.01.2010)
„Öffentlicher Dienst muss verjüngt werden - Übernahme aller Auszubildenden notwendig!“, diese Forderung stellte heute, am 27. Januar 2009 der Vorsitzende des Sächsischen Beamtenbundes Günter Steinbrecht vor den Jugendlichen der sbb-Fachgewerkschaften auf. Bei eisigen Witterungsbedingungen folgten zahlreiche Teilnehmer dem Aufruf der sbb jugend zur „aktiven Mittagspause“ vor dem Dresdner Rathaus.
„Dem Öffentlichen Dienst geht die Luft aus“ (26.01.2010)
„Wir haben es satt, als Beschäftigte im Öffentlichen Dienst ständig den vermeintlich sicheren Job vorgehalten zu bekommen. Auszubildende in den Verwaltungen erhalten meist nur noch Anschlussverträge für drei Monate. Und was passiert danach? Auf dem freien Berufsmarkt gibt es für sie keine Nische“, sagte Nils Oeser, Vorsitzender der sbb jugend.
Personalabbau an den Hochschulen steht unter keinem guten Stern (26.01.2010)
„Die im Zuge des Bologna-Prozesses mit seinen Bachelor- und Masterstudiengängen entstandenen Rahmenbedingungen sind auch an den sächsischen Hochschulen stark überarbeitungsbedürftig.“