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Die Tarifrunde 2009 für die Beschäftigten der Länder steht an. In
dieser bietet sich
die Möglichkeit, den langen Abwärtstrend bei den Einkommen zu stoppen und
umzukehren.
Der dbb beamtenbund und tarifunion hat mit Blick auf Tarifverhandlungen für
den öffentlichen Dienst in den Ländern im kommenden Jahr eine deutliche
Gehaltserhöhung verlangt. Bei der Einkommensrunde 2009 müsse es einen
„kräftigen Schluck aus der Pulle“ geben, sagte der dbb Bundesvorsitzende
Peter Heesen. Die genauen Forderungen erfolgen nach der Zusammenkunft der
Bundestarifkommission der dbb tarifunion am 8. und 9. Dezember diesen
Jahres. Eine Steilvorlage dazu bietet der erfolgreiche Tarifabschluss für
die Beschäftigten bei Bund und Kommunen.
„Im Bund haben wir die Runde schon hinter uns und 8,6 Prozent für die
Jahre 2008 und 2009 durchgesetzt“, sagte Peter Heesen. „Das ist bei unseren
Mitgliedern mit großer Begeisterung aufgenommen worden.
Der dbb wird in der Einkommensrunde 2009 alles daran setzen, dass die
Kollegen auf Länderebene nicht schlechter gestellt werden, sondern
mindestens dieselben Ergebnisse erreichen.“
Nun wird dieses Ziel mit Worten allein nicht zu erreichen sein. Der
Abschluss bei Bund und Kommunen war letztlich deshalb so erfolgreich, weil
die Arbeitgeber wussten, dass die entschlossenen Vorbereitungen der
Gewerkschaften auf einen Arbeitskampf hinausliefen. Dabei war es von großem
Vorteil, dass dbb tarifunion und ver.di gemeinsame Forderungen aufstellten
und gemeinsame Aktionen durchführten.
Auch Sie, liebe Mitglieder im sbb sind aufgerufen, sich an Aktionen im
Zusammenhang mit dieser Einkommensrunde zu beteiligen. Das werden sicherlich
Demonstrationen im Vorfeld der Verhandlungen, aber auch Warnstreikaktionen
sein. Nur so wird der entsprechende Druck gegenüber dem Arbeitgeber
aufgebaut.
So sagte der Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL),
Möllring, dass die Übertragung des Abschlusses bei Bund und Kommunen für die
Länder überhaupt nicht finanzierbar sei.
Doch die Preise rennen dem Einkommen davon. Der Preisanstieg liegt
mittlerweile für alle Verbraucherpreise bei 3,0 %. Aber es sind insbesondere
die Preissteigerungen für Lebensmittel (+ 7,4 %), Heizöl (+ 43,4 %), Energie
(+ 13,0 %) und Benzin (+ 11,4 %), die reale Einkommensverluste ausmachen.
Eine weitere „Ausrede“ wird man sicherlich in der Bankenkrise und den damit verbundenen Zahlungen in Milliardenhöhe finden. Doch wir haben diese Krise nicht zu verantworten und lassen uns deshalb auch nicht zusätzlich zur Kasse bitten.
Es wird also sicherlich keine einfache Einkommensrunde werden. Doch mit
der entsprechenden Vorbereitung und dem entsprechenden Engagement aller
Kolleginnen und Kollegen sind die gestellten Forderungen dann auch leichter
umzusetzen.
Forderungen des sbb für die Einkommensrunde 2009