Resolution des sbb – beamtenbund und tarifunion sachsen

Landesvertretertag 2008 des sbb


1. Tarifbereich

Der Landesvertretertag 2008 des sbb fordert für die Tarifbeschäftigten eine deutliche Erhöhung der Vergütung im Rahmen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie die Beibehaltung der flächentarifvertraglichen Regelungen im Bereich des TV-L und des TVöD. Außerdem fordert er einen unverzüglichen Abschluss des Bezirkstarifvertrages zur leistungsorientierten Bezahlung. Bei der Umsetzung sind die Personalvertretungen zu beteiligen.

Die Delegierten des Landesvertretertages 2008 des sbb fordern eine sofortige Beendigung des Teilzeitvertrages von 1997 für Grundschullehrer sowie des Bezirkstarifvertrages für Mittelschul- und Gymnasiallehrer. Denn Lehrkräfte können den gesamtgesellschaftlichen Bildungs- und Erziehungsauftrag nur erfüllen, wenn sie in Vollzeit arbeiten.


2. Verwaltungsreform

Der Landesvertretertag 2008 des sbb erwartet, dass die vom Sächsischen Landtag beschlossene Kreisgebiets- und Verwaltungsneuordnung nicht zu Lasten der Beschäftigten in den Kommunen und beim Land umgesetzt wird.

Bei der Umsetzung sind die sozialen Belange angemessen zu berücksichtigen und Härten zu vermeiden.


3. Teilhabe der Beschäftigten und Beamten in Sachsen an der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Der Landesvertretertag 2008 des sbb bekräftigt die vom sbb-Landesvorstand im Dezember 2006 beschlossene Besoldungsnachforderung in Höhe von 3,5 % ab 2008. Angesichts der Tarifabschlüsse in der Privatwirtschaft und bei Bund und Kommunen fordert der Landesvertretertag 2008 des sbb ein deutliches Signal von der Landesregierung zur Teilhabe der Beamten an der allgemeinen Einkommensentwicklung.

Nach drei Nullrunden, den Eingriffen bei der Sonderzahlung und dem Wegfall des Urlaubsgeldes erwartet der sbb eine am Ergebnis der Tarifabschlüsse beim Bund und bei den Kommunen orientierte Bezüge- und Besoldungserhöhung ab 2009.

Die Besoldung der Beamtinnen und Beamten ab der Besoldungsgruppe A 10 ist unverzüglich auf 100 % der vergleichbaren Bezüge West anzuheben.


4. Dienstrechtsreform

Der Landesvertretertag 2008 des sbb fordert, die Durchlässigkeit zwischen den Laufbahnen und Laufbahngruppen zu verbessern und eine Regelung zur Mitnahme von Versorgungsanwartschaften einzuführen. Vorrangiges Element einer Leistungsbezahlung ist für den Landesvertretertag 2008 des sbb eine Verbesserung der Beförderungsmöglichkeiten und der Abbau von leistungsfeindlichen Stellenbesetzungs- und Beförderungssperren.

Außerdem fordert der Landesvertretertag 2008 des sbb eine maßvolle Leistungsbezahlung in Höhe von 1 % der Gesamtbesoldungssumme nur „on top“ aufgrund eines einfachen strukturierten Bewertungsverfahrens sowie eine Stärkung der Familienkomponenten. Darüber hinaus lehnt der Landesvertretertag 2008 des sbb Eingriffe beim Endgrundgehalt und Lebenseinkommen ab.


5. Sächsisches Personalvertretungsgesetz

Der Landesvertretertag 2008 des sbb fordert die Landesregierung auf, das Sächsische Personalvertretungsgesetz zu novellieren und die Beteiligungsrechte der Personalvertretungen zu stärken. Handlungsfähige Personalvertretungen auf allen Stufen sind unerlässlich, um die Interessen der Beschäftigten zu bündeln und zu einem konstruktiven Arbeitsklima beizutragen.


6. Erhöhung der Wegstreckenentschädigung

Der Landesvertretertag 2008 des sbb fordert eine angemessene Erhöhung der Wegstreckenentschädigung. Der Kraftfahrer-Preisindex ist seit 2001 um 17,2 % gestiegen. Deutlich überproportional verteuert haben sich dabei die Kraftstoffe (+ 37,3 %). Dies wirkt sich unmittelbar auf die Beschäftigten aus, die ihr privates Kraftfahrzeug für Dienstfahrten zur Verfügung stellen.