Der Sächsische Beamtenbund erwartet, dass die Staatsregierung die Ergebnisse des Tarifabschlusses vom 10. März in Potsdam unverzüglich auf die Beamten und Versorgungsempfänger des Freistaates Sachsen und seiner Kommunen sowohl zeit- als auch inhaltsgleich überträgt.
Der materielle Gehalt der Tarifeinigung, der höher ist, weil er nicht nur die vereinbarten Entgelterhöhungen beinhaltet, bietet zudem die Möglichkeit, umgehend Gespräche mit der Landesregierung darüber zu führen, wie ein Einstieg in den Abbau des bestehenden Besoldungs- und Versorgungsrückstandes in Folge der Besoldungskürzungen seit 2003 erfolgen kann.
Der Freistaat Sachsen muss auch endlich bei der Eingruppierung seiner Lehrer deutliche Verbesserungen durchführen, damit nicht noch die letzten jungen Lehrer in Richtung Westen enteilen.
"Dies sind keine überzogene Forderungen, sondern sie passen genau in die Landschaft. Nach der erfolgten Streichung der Jahressonderzahlung der Beamten und Versorgungsempfänger ab 2011 darf die Einkommensschere zwischen Angestellten im öffentlichen Dienst und Beamten nicht noch weiter auseinandergehen. Das ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern ein Gebot des Grundgesetzes. Wir erwarten ein rasches Handeln der Staatsregierung letztendlich auch, um die Konkurrenzfähigkeit des Freistaates Sachsen und seiner Kommunen beim Werben um die besten Nachwuchskräfte zu verbessern." so Günter Steinbrecht, der Landesvorsitzende des sbb, am heutigen Tag in Dresden.