In einer ersten Warnstreikaktion im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen zum Tarifvertrag der Länder in Berlin trafen sich am 03. März Lehrer aus den drei Großstädten zu einem gemeinsamen Streikfrühstück. Tenor der Aktionen war die mangelnde Verhandlungsbereitschaft der Arbeitgeber. Auch Sachsens Finanzminister gehört zur Verhandlungsgruppe der Länder.
Allerdings war weder von ihm noch von Seiten des Kultusministeriums jemand anwesend um den Streikenden zu erklären, warum man ihre Arbeit so gering schätzt, dass man nicht einmal bereit ist, einen Ausgleich für die gestiegenen Lebenshaltungskosten zu zahlen.
Steffen Pabst, formulierte das im Namen des Philologenbandes Sachsen so: „Da die Politik für die freie Wirtschaft in den Tarifverhandlungen eine Teilhabe am konjunkturellen Aufschwung einfordert, sollte das auch für uns im öffentlichen Dienst gelten. Oder will man uns immer mehr von der wirtschaftlichen Entwicklung abkoppeln? Da machen wir nicht mit!!!“
Der Landesvorsitzende des sbb beamtenbund und tarifunion sachsen benannte in Dresden eine weitere Forderung: „Junge Lehrer können allerdings nur dann in Sachsen gehalten werden, wenn sie dort das Gleiche verdienen wie im Westen“ und sprach damit die nach wie vor deutschlandweit unterschiedliche Bezahlung für die gleiche Arbeit an.„Die sächsischen Lehrer wissen, dass sie nichts geschenkt bekommen. Sie haben in den letzten Jahren bewiesen, dass sie kämpfen können und sie werden es tun, wenn nötig auch mit Protestkundgebungen und Streiks“, versichert Jens Weichelt, Landesvorsitzender des Sächsischen Lehrerverbandes auf einer Kundgebung in Chemnitz. Zugleich forderte er damit zu einer weiteren landesweiten Protestaktion am Dienstag, dem 08. März, in Dresden auf.