Auch nach der zweiten Tarifverhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst keine Bewegung erkennbar – Sächsischer Beamtenbund ruft seine Mitglieder zum Warnstreik auf

Die starre Haltung mit der die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Seiten der Arbeitgeber geführt werden, verärgert und enttäuscht. Die Forderung nach 50 Euro Sockel und einem Plus von 3 Prozent ist absolut in Ordnung. Sie folgt dem Bedarf, den die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes haben, um ihre laufenden Kosten zu decken.

Die Arbeitgeber sind offenbar nicht bereit, ihre Beschäftigten am wirtschaftlichen Aufschwung teilhaben zu lassen. Das hat sich schon sehr deutlich mit der Streichung der Sonderzahlungen für Beamte des Freistaates Sachsen gezeigt. Jetzt soll auch den Angestellten der notwendige Ausgleich für die gestiegenen Lebenshaltungskosten verwehrt bleiben. Doppelt gestraft wären dann aber auch die Beamten, deren Besoldung üblicherweise im Nachhinein der der Angestellten wirkungsgleich angeglichen wird.

Besondere Empörung war von Seiten der verhandlungsführenden Gewerkschaften über die Art und Weise des Umgangs miteinander laut geworden. Es war bisher in zwei von drei Verhandlungsrunden kein wirkliches Angebot von Seiten der Arbeitgeber vorgelegt worden.

Auch der Sächsische Beamtenbund hat seine Mitglieder deshalb zum Warnstreik aufgerufen. Angestellte Arbeitnehmer des Freistaates werden sich am Dienstag, dem 08.03.2011, zur Demonstration vor dem Finanzministerium einfinden und ihren Unwillen über die mangelnde Verhandlungswilligkeit kundtun. Der sbb – beamtenbund und tarifunion sachsen ruft seine Mitglieder und Sympathisanten auf, sich an der Kundgebung lautstark zu beteiligen. Für den Transfer stehen aus allen Regionen Busse bereit. Auch Beamte haben die Möglichkeit, sich an der Kundgebung zu beteiligen.  Allerdings müssen diese dafür ihren Urlaub nutzen.