Gegenwärtig führt die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) harte Tarifkämpfe mit den Bahnkonzernen (Deutsche Bahn, Abellio GmbH, Arriva Deutschland GmbH, BeNEX GmbH, Keolis Deutschland GmbH & Co. KG, Veolia Verkehr GmbH und die Unternehmen der Hessischen Landesbahnen) in Deutschland durch. Ziel der GDL ist es, einen einheitlichen Tarifvertrag für alle Lokomotivführer in Deutschland zu schaffen.
Dieser Tarifvertrag soll dazu beitragen, dass die Arbeitsbedingungen der Lokomotivführer in allen Unternehmen nahezu identisch sind und Lohndumping somit verhindert wird. Insbesondere wird die Schaffung einer Absicherung bei Fahrdienstuntauglichkeit, respektive bei einer Berufsunfähigkeit gefordert. Der Versuch der Arbeitgeber, die Warnstreiks auszusitzen, ist nicht nur unverantwortlich gegenüber den Reisenden. Er soll zugleich durch Eskalation der Streikmaßnahmen die Frage der Tarifeinheit im Sinne der Gesetzesinitiative von BDA und DGB für sich positiv beeinflussen und damit das Existenzrecht der gut organisierten Berufsgewerkschaften in Frage stellen.
Die GDL kämpft für eine Pflicht zur Personalübernahme durch das neue Unternehmen bei Betreiberwechsel im Schienenpersonennahverkehr nach Ausschreibungen. Die Verantwortung und die Aufgaben aller Lokomotivführer sind in allen Unternehmen nahezu identisch. Somit streikt die GDL auch für das Ziel "gleicher Lohn für gleiche Arbeit". Weiterhin sind auch gleich hohe Ausbildungsstandards aller Lokomotivführer, die eine hohe Sicherheit im Eisenbahnverkehr garantieren, eines der erklärten und erstrebten Ziele der GDL.
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Wir rufen Euch auf, Euch mit den Lokführern zu solidarisieren. Die Lokführer haben nur ein Mittel im Arbeitskampf – dies ist der Streik. Dessen Auswirkungen bringen zwar auch Erschwerungen für Euch mit sich, aber die Ziele sind gut und richtig und sollten unsere Solidarität und unser Verständnis erfahren.