Zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten haben bei ihrem Aktionstag am 26. Januar 2011 in Dresden auf ihre Leistungen am Arbeitsplatz, aber auch auf ihre besonders hohe Belastung aufmerksam gemacht. Unter dem Motto „Wir machen das. Wer sonst?“ warben sie um die Unterstützung der Bevölkerung bei den anstehenden Tarifverhandlungen mit den Ländern.
Bilderschau zur Aktion in Dresden
In ihren Reden machten die Vertreter der Sächsischen Lehrerverbände (SLV, PVS, LVBS, KEG) wiederholt auf die anhaltende Sparpolitik im bundesweiten Bildungswesen, verfehlte Stellenplanung und unangemessene Bezahlung aufmerksam. Lehrerinnen und Lehrer zersägten symbolisch einen überdimensionalen „Bildungsrotstift“ mit einer Gesamtlänge von sieben Metern, um auf die anhaltende Misere im Bildungswesen aufmerksam zu machen. Bürgerinnen und Bürger konnten sich auf großen Infotafeln über die besonderen Belastungen im Lehrerberuf informieren.
Die Veranstaltung war ein weiterer Teil einer Aktionswoche verschiedener Berufsgruppen im öffentlichen Dienst und Teil der Kampagne „Wir machen das. Wer sonst?“ im Vorfeld der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes der Länder, die am 4. Februar 2011 beginnt. Mit Straßenaktionen, auf Plakaten und im Internet wird noch bis zum 29. Januar in mehreren deutschen Städten die Vielfalt und Notwendigkeit des öffentlichen Dienstes gezeigt.
In der Einkommensrunde fordern dbb und ver.di für alle Beschäftigten der Bundesländer
Die Gewerkschaften erwarten, dass das Tarifergebnis in den Bundesländern zeit- und inhaltsgleich auf Beamte und Versorgungsempfänger übertragen wird. Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) beginnen am 4. Februar 2011 in Potsdam.