4.000 Lehrer sagen Nein zu Personalabbau
Kundgebung vor SMF bekräftigt Vollzeitforderung

4.000 Lehrer aus ganz Sachsen bekräftigten in der von SLV und dbb tarifunion organisierten Protestkundgebung am 29. März 2010 vor dem Finanzministerium, dass sie die Rückkehr zur Vollzeitbeschäftigung für Mittelschul- und Gymnasiallehrer ohne Wenn und Aber erwarten und einen neuen BTV kategorisch ablehnen.

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Die Demonstranten bekundeten ihren energischen Protest gegen Pläne des SMF zum weiteren Abbau Tausender Lehrerstellen. Mit Empörung reagierten die Pädagogen auf den Vorwurf der Staatsregierung, der Vollzeitwunsch erfahrener Lehrer blockiere Neueinstellungen junger Kollegen. Ganz klar kritisierten sie das Versäumnis der Politiker, während der Laufzeit des BTV Vorsorge für die Umsetzung der ab 1. August 2010 zugesicherten Vollzeitbeschäftigung zu treffen.
 
Sachsens Lehrer haben 18 Jahre lang die Folgen des Schülerrückgangs mit Einkommensverlusten teuer bezahlt und dennoch unsere Schüler zu Spitzenleistungen geführt. Zu weiteren einseitigen Zugeständnissen sind die Arbeitnehmer nicht bereit. Am frühen Nachmittag hatten im Sondierungsgespräch Vertreter der dbb tarifunion klargestellt, dass es keine Verlängerung des BTV geben wird.
 
Die Vertreter der Staatsregierung halten an ihrer Drohung fest, Kündigungen auszusprechen, wenn kein neuer BTV zustande kommen sollte.
 
Sachsens Lehrer zeigten sich in der Kundgebung vor dem Finanzministerium entschlossen zu weiteren Protesten.

Die dbb tarifunion fordert ein Umdenken der Staatsregierung in der Personalpolitik. „Einen neuen BTV wird es mit uns nicht geben, denn 18 Jahre solidarischer Zugeständnisse sind mehr als genug. Darum sollte die Staatsregierung schleunigst ihren Kurs ändern. Praktikable Vorschläge zu blockieren und mit Änderungskündigungen eine Flut von Gerichtsverfahren zu provozieren, wäre die schlechteste, teuerste und langwierigste Lösung. Schulen und Lehrer brauchen jetzt Planungssicherheit für das neue Schuljahr“, mahnt Jens Weichelt, Landesvorsitzender des SLV. Der Sächsische Lehrerverband plädierte erneut dafür, mit flexiblen Ruhestandsmodellen älteren Kollegen den Berufsausstieg zu erleichtern und gleichzeitig die Einstellung junger Lehrer zu ermöglichen. Die Staatsregierung wird diese Vorschläge des Sächsischen Lehrerverbandes prüfen.