„Öffentlicher Dienst muss verjüngt werden - Übernahme aller Auszubildenden notwendig!“, diese Forderung stellte heute, am 27. Januar 2009 der Vorsitzende des Sächsischen Beamtenbundes Günter Steinbrecht vor den Jugendlichen der sbb-Fachgewerkschaften auf. Bei eisigen Witterungsbedingungen folgten zahlreiche Teilnehmer dem Aufruf der sbb jugend zur „aktiven Mittagspause“ vor dem Dresdner Rathaus.
„Wir haben es satt, als Beschäftigte im öffentlichen Dienst ständig den vermeintlich sicheren Job vorgehalten zu bekommen. Auszubildende in den Verwaltungen erhalten meist nur noch Anschlussverträge für drei Monate. Und was passiert danach?“, sagte Nils Oeser, Vorsitzender der sbb jugend.
Auf dem freien Berufsmarkt gibt es für gut ausgebildete Fachkräfte mit einer verwaltungsspezifischen Ausbildung keine Nische. Gleichzeitig werden der Altersdurchschnitt und der Krankenstand in Behörden und Einrichtungen immer höher.
Vor diesem Hintergrund stellten die Teilnehmer fest, dass die Zukunft des öffentlichen Dienstes in Deutschland gefährdet ist. Die stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutschen Beamtenbundes Astrid Hollmann mahnte an, dass die zunehmende Arbeitsverdichtung in den Einrichtungen und Behörden und dem damit verbundenen Personalabbau in die Sackgasse führt.
Die Teilnehmer forderten die Schaffung neuer Ausbildungsplätze und die Übernahmegarantie für alle Auszubildenden nach bestandener Ausbildung sowie eine angemessene Ausbildungsvergütung, welche sich an vergleichbaren Berufen der Privatwirtschaft orientieren muss.
Das ist das Mindeste, was die öffentlichen Arbeitgeber für ihren Nachwuchs aber auch für ihre „Kunden“, die Bürger, tun müssen.
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