„Die
im Zuge des Bologna-Prozesses mit seinen Bachelor- und Masterstudiengängen
entstandenen Rahmenbedingungen sind auch an den sächsischen Hochschulen
stark überarbeitungsbedürftig.“
Darin waren sich die Teilnehmer eines ersten Vorstellungsgespräches im
Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, Günter
Steinbrecht, Landesvorsitzender des sbb – beamtenbund und tarifunion sachsen,
sowie sein Stellvertreter Gerhard Pöschmann und Frau Prof. Dr. Elke
Platz-Waury, Bundesvorsitzende des vhw – Verband Hochschule und Wissenschaft
sowie der Vorsitzende des vhw – Sachsen a. D. Dr. Jochen Klinger mit der
zuständigen Staatsministerin Frau Prof. Sabine von Schorlemer einig. Gerügt
wurde unter anderem die starre Regelung von 6-semestrigen Bachelor- und
4–semestrigen Masterstudiengängen. Die Erarbeitung flexiblerer Lösungen,
angepasst an die jeweiligen Ausbildungsanforderungen und unter unbedingter
Einbeziehung der Studenten, wurden von beiden Seiten als notwendig
bestätigt.
In den Ingenieurwissenschaften z.B. gilt ein Praktikumssemester als
unverzichtbar. Für einige Bereiche lassen sich andererseits kaum konsekutive
(gestufte) Ausbildungsgänge einführen, da sowohl für Lehrer als auch
von Medizinern ein Masterabschluss gefordert wird. Die für Studierende durch
die Straffung der Studienpläne angewachsene Stofffülle und eine Vielzahl von
Überschneidungen führten zu erheblich höheren Leistungsanforderungen an die
Studenten.
„Die im Zuge des Bologna-Prozesses nicht erfolgte, aber dringend notwendige
Aufstockung des Lehrpersonals an den Hochschulen steht im krassen
Widerspruch zu den Aussagen der Staatsregierung, im HS-Bereich im nächsten
Jahr noch weitere 24,2 Mio Euro einzusparen“, auch darin waren sich die
teilnehmenden Parteien einig.
Frau Prof. Schorlemer betonte, dass es von Seiten des SMWK in diesem Zusammenhang keine angeordneten Einsparmaßnahmen geben wird, ohne vorher das Gespräch mit den Beteiligten zu suchen.