Vielfalt erkennen und anerkennen

Eine grundlegende Einführung in den Stand der Forschung zur individuellen Förderung sowie viele praktische Beispiele von Schulen in Sachsen war das Ergebnis des 2. Schulpolitischen Forums der Lehrerverbände im sbb – beamtenbund und tarifunion sachsen und der CDU-Landtagsfraktion. „Auch die beste Schule wird einmal nicht mehr die Beste sein, wenn sich Verantwortliche auf ihren Lorbeeren ausruhen und keine Weiterentwicklung mehr stattfindet.“ Mit diesen Worten eröffnete der Stellvertretende Landesvorsitzende des sbb, Gerhard Pöschmann, die Veranstaltung.

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„Gerade in letzter Zeit hat es in Sachsen eine Vielzahl von Projekten zur individuellen Förderung gegeben. Jetzt gilt es, die Basis solcher Fördermaßnahmen zu verbreitern“, so seine Worte. In seinem Vorwort unterstrich Lothar Bienst (MdL) die Notwendigkeit, solche Maßnahmen nicht nur in einer Schule, sondern übergreifend in allen Schulen, die jedes Kind im Laufe eines Bildungsganges durchläuft, umzusetzen.
 
In seinem Impulsreferat verwies der Staatminister im SMKS, Prof. Dr. Roland Wöller, auf die Einbeziehung der frühkindlichen Bildung in seinem Hause und unterstrich das Erfordernis umfangreicher und vielfältiger Fördermaßnahmen für alle Schüler. „In Sachsens Schulsystem gibt es drei Grundlagen für die erfolgreiche Entwicklung: das sind die Lehrerinnen und Lehrer, die Kontinuität der sächsischen Bildung und die Standards der Schulen selbst.“, so seine Worte. Auch er verwies auf die umfangreichen Projekte, die sein Haus in letzter Zeit zur individuellen Förderung angestoßen hat und betonte, dass es jetzt auf den Ausbau der Qualität solcher Angebote z.B. im Ganztagsschulbereich ankäme. Wichtig war allen Anwesenden seine Aussage, dass nach seiner Überzeugung der Lehrerberuf ein Vollzeitjob sein muss.

In ihren Vorträgen untermauerten sowohl Frau Prof. Lin-Klitzing von der Phillips Universität in Marburg, als auch der Leiter der Beratungsstelle für Begabtenförderung in Meißen die Notwendigkeit der Analyse des Entwicklungsstandes jedes Kindes, um insbesondere Begabungen zu erkennen und gezielt fördern zu können. Unterstützt wurden ihre Aussagen durch drei praktische Vorträge zur Begabungsförderung am Humboldt-Gymnasium in Radeberg, an der 16. Grundschule Dresden "Josephine" und am Landesgymnasium St. Afra in Meißen.