„Während die Zahl der Schüler an Mittelschulen/Gymnasien bis 2014 auf 128% des derzeitigen Niveaus steigen, würde sich durch das Auslaufen des Bezirkstarifvertrages die Zahl der Lehrkräfte nur auf 110% nach oben bewegen. Damit würde eine Unterversorgung von mindestens 18% in Kauf genommen“, äußert sich der Stellvertretende Landesvorsitzende des sbb Gerhard Pöschmann zur aktuellen Sparpolitik im Finanzhaushalt.
In diesem Schuljahr läuft der Bezirkstarifvertrag für Lehrer an Mittelschulen und Gymnasien aus. Damit könnte endlich die bisherige Praxis der Zwangsteilzeit aufgehoben werden. Auf freiwilliger Basis wollen dennoch 49% der Betreffenden in einer Teilzeit verbleiben. Zu wenig, meint der Finanzminister und berechnete, dass dann noch 978 Stellen zu viel vorhandenen sind und gestrichen werden müssten.
In einer aktuellen Berechnung der Lehrerverbände im sbb – beamtenbund und tarifunion sachsen wird jetzt allerdings nachgewiesen, dass allenfalls im kommenden Schuljahr ein geringfügiger Überhang an Lehrkräften vorhanden wäre. Bereits ein Jahr später würde eine erneute Unterversorgung an Lehrern im Freistaat das Bildungsangebot für unsere Kinder wieder deutlich einschränken.
„Sparen ja, aber am richtigen Fleck“, meint Pöschmann deshalb und verweist darauf, dass durch die zwangsweise Absenkung der Arbeitszeit für Lehrer 2005 ein enormer Rückschlag für Sachsens Bildungslandschaft entstanden sei. „Wer den Spielraum für die Bildung unsere Kinder noch weiter einengt, der geht frevelhaft mit den Ressourcen dieses Landes um.“