Mangelernährung für unsere Kinder ist absehbar

Mit den neuen Forderungen auf Teilzeitverträge für Lehrer an Mittelschulen und Gymnasien wird die seit 2005 andauernde bildungspolitische Diät für unsere Kinder fortgesetzt. Auf Dauer führt das zur Mangelernährung mit all ihren negativen Folgen“, äußerte sich der Stellvertretende Vorsitzende des sbb - beamtenbund und tarifunion sachsen Gerhard Pöschmann.

Wer heute davon spricht, dass 1.000 Lehrer zu viel da sind, der vergisst, dass 2005 mit dem Beginn der Teilzeit massiv Klassen bis ans „obere Ende der Fahnenstange“ zusammengelegt wurden, inzwischen zahlreiche Schulen geschlossen sind, traditionsreiche Arbeitsgemeinschaften, wie z.B. Schulchöre, nicht mehr stattfinden. Auch bei den Kursangeboten in den großen Klassen wird seitdem kräftig gespart. Finden sich für einen Kurs in Latein oder Informatik zu wenige Schüler, findet dieser nicht statt. Besser stehen da Privatschulen da. Diese leisten sich auch Angebote für weniger Schüler einfach deshalb, weil sie in das Profil der Schule gehören.

„So kann das nicht weitergehen. Wollen wir etwas Sinnvolles für unsere Kinder tun, dann verwenden wir die jetzt frei werdenden Lehrerstunden zur Verbesserung der schulischen Angebote. Jedes Kind hat nach dem Schulgesetz einen Anspruch auf individuelle Förderung. Dafür benötigt man Zeit und Zeit ist das, was wir ab August unseren Kindern wieder in etwas größerem Umfang zur Verfügung stellen können. Also Schluss mit den unsinnigen Diskussionen um 1.000 Lehrer und hin zu einer großen Angebotsvielfalt für unsere Kinder“, so Pöschmann.