Beamtenbund kritisiert Sparpläne der Bundesregierung

Der dbb beamtenbund und tarifunion weist die Sparpläne der Bundesregierung für die Bundesverwaltung entschieden zurück und warnt vor den fatalen Folgen, die der anvisierte Stellenabbau im Volumen von mehr als 10.000 Stellen bis zum Jahr 2014 haben wird.

"Statt ein nachhaltiges Konsolidierungskonzept vorzulegen, das Ausgaben- und Einnahmeseite gleichsam optimiert, verfranzt sich die Bundesregierung im Alibi-Sparen beim Bundespersonal", warnte der dbb Bundesvorsitzende Peter Heesen.
Der öffentliche Dienst hat in den vergangenen 10 Jahren nahezu acht Prozent der Beschäftigten abgebaut, der Personalausgabenanteil am Gesamthaushalt ist im gleichen Zeitraum immer weiter gesunken und beträgt aktuell nur noch 8,4 Prozent. Das ist der niedrigste Stand in ganz Europa. Defizite sind offenkundig und der Bundesregierung wohlbekannt. „Wie in Sachsen, weist auch die Personalstruktur des Bundes eine deutliche Überalterung aus. In den nächsten zehn Jahren werden rund 70.000 Beschäftigte in den Ruhestand treten.

Weil Kontrollbehörden wie der Zoll chronisch unterbesetzt sind, entgehen dem Staathaushalt jährlich hunderte Millionen Euro,
etwa im Bereich der Schwarzarbeit“, äußerte sich auch Günter Steinbrecht, Landesvorsitzender des sbb - beamtenbund und tarifunion sachsen dazu.