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„Die Qualität sächsischer Bildung wird sich in den nächsten Jahren
zunehmend an der Zeit, die wir für individuelle Förderung aufbringen können,
messen lassen. Begabungen wollen behutsam geweckt und gefördert, Defizite
müssen rechtzeitig ausgeglichen werden“, so der Stellvertretende
Landesvorsitzende des sbb – beamtenbund und tarifunion sachsen Gerhard
Pöschmann.
Damit wies er auf die Möglichkeiten hin, die dem sächsischen Bildungssystem
nach dem Auslaufen des Bezirkstarifvertrages (BTV) im Bereich der
Mittelschulen und Gymnasien zur Verfügung stehen. Der BTV hat deutliche
Einschnitte in öffentlichen Schulen mit sich gebracht, Einschnitte, die
private Schulen so nicht mittragen mussten. Wenn man die demnächst wieder
vorhandenen Lehrerstunden für eine noch bessere Förderung der einzigartigen
Möglichkeiten jedes Kindes einsetzt, wird sächsische Bildung auch im
kommenden Jahrzehnt einen vorderen Stellenplatz nicht nur im
Deutschlandvergleich einnehmen.
Solche Ansätze, wie der Schulversuch „Produktives Lernen“ zur Förderung von
potentiell abschlussgefährdeten Schülern, der Aufbau eines Netzwerkes zur
Begabtenförderung in allen Schularten oder der inhaltliche Ausbau der
Ganztagsbetreuung, stellen wichtige Anfänge für eine neue Form des
Herangehens an die Anforderungen von Bildung und Erziehung dar. Was in
Privatschulen zum Teil sehr erfolgreich praktiziert wird, muss jetzt auch
Standard der kostenfreien, öffentlich zugänglichen Bildung werden.
In einem ersten Schritt wollen sich deshalb die Lehrerverbände im sbb der Thematik der Begabtenförderung zuwenden und laden alle Interessierten für den 16. Januar zu ihrem 2. Schulpolitischen Forum von 10.00 bis 15.00 Uhr in das Berufliche Schulzentrum für Gesundheit und Sozialwesen (Maxim-Gorki-Straße 39) nach Dresden (www.sbb.de) ein.