Die Mahnwache vor dem sächsischen Landtag gegen die Streichung des Weihnachtsgeldes für Beamte zeigt erste Ergebnisse. In zahlreichen Gesprächen von Abgeordneten mit den anwesenden Mitgliedern der Mitgliedsgewerkschaften des Beamtenbundes wurde auf die negativen Folgen einer endgültigen Streichung dieses Besoldungsbestandteiles hingewiesen. Nachdrücklich wurde betont, dass damit die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des Staatsdienstes in Sachsen ohne wirkliche Not gefährdet wird.
So waren u.a. der Abgeordnete Alexander Krauß, die Mitglieder im Haushalts- und Finanzausschuss Lothar Bienst und Aloysius Mikwauschk sowie dessen Stellvertretender Vorsitzender Peter Wilhelm Patt von Seiten der CDU-Fraktion, der Fraktionsvorsitzende der Linken Dr. André Hahn und dessen Parlamentarischer Geschäftsführer Klaus Tischendorf, der Fraktionsvorsitzende der SPD Martin Dulig, der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD Stefan Brangs und die Abgeordnete Sabine Friedel, innenpolitische Sprecherin der Fraktion am Zelt und führten mit den anwesenden Vertretern der Beamten intensive Gespräche.
In einer ersten Pressereaktion unterstrich Martin Dulig, dass "die Streichung der Sonderzahlung mit der verfassungsrechtlich gebotenen Fürsorge- und Schutzpflicht des Freistaates gegenüber seinen Bediensteten nicht vereinbar" ist. Dulig kritisierte weiter: "Die ersatzlose Streichung der Sonderzahlung ist eine offene Missbilligung der guten und wichtigen Arbeit, die von den sächsischen Beamtinnen und Beamten, Richterinnen und Richtern geleistet wird." Die SPD-Fraktion hat unterdessen auch einen Änderungsantrag in die Diskussion um die Sonderzahlungen eingebracht.
Nun liegt es in der Hand der Abgeordneten, sich zu einem funktionierenden Staatswesen zu bekennen oder den Standortvorteil für die Privatwirtschaft, - eine effizient arbeitende öffentliche Verwaltung – ernsthaft zu beschädigen.