sbb - beamtenbund und tarifunion sachsen fordert  Staatsregierung zur Aussetzung des Stellenabbaukonzeptes im Sicherheitsbereich auf

Günter Steinbrecht, Vorsitzender des sbb - beamtenbund und tarifunion sachsen, hat im Hintergrund der aktuellen Vorfälle bei den Maiausschreitungen und im Justizvollzug erneut eine sachgerechte Personalausstattung für den Sicherheitsbereich gefordert. „Die Beispiele haben gezeigt, mit welcher Brutalität und Menschenverachtung die Täter vorgehen'', so Steinbrecht. „Menschenleben zählen da anscheinend nicht mehr.''
 
„Für Maßnahmen der Deeskalation sind bestimmte Tätergruppen anscheinend nicht ansprechbar. Hier helfe eben nur noch massive Präsenz und konsequentes Einschreiten'', so Steinbrecht weiter. Dazu werde in den nächsten Jahren verstärkt Personal benötigt.
 
Auch im Justizvollzug wachse der Kontrollaufwand ständig und man müsse mit Übergriffen, wie jüngst in der Justizvollzugsanstalt Torgau rechnen. Man dürfe sich nicht von den gegenwärtig fallenden Gefangenenzahlen leiten lassen, da der Sicherheitsaufwand weiter steige.
 
Steinbrecht verwies zudem auf die Altersstruktur im Sicherheitsbereich. Hier drohen eine Überalterung und Einschränkungen bei der körperlichen Leistungsfähigkeit des Personals.
 
Der Chef des Beamtenbundes forderte die Staatsregierung nochmals auf, die  angelaufene dritte Stufe des Stellenabbaukonzeptes zu überprüfen und für den Sicherheitsbereich auszusetzen.
 
„Jeden weiteren Abbau von Stellen halte ich für gefährlich, was zu fatalen Folgen für die Sicherheit der Bürger führen kann'', so Steinbrecht abschließend.