11.000 Kolleginnen und Kollegen folgten dem Aufruf des Beamtenbundes und
der Gewerkschaften zur Demo nach Dresden
Nach dem bisher ergebnislosen Verlauf der Tarifverhandlungen für
die Landesbeschäftigten haben am 4. Februar rund 11.000 Tarifbeschäftigte,
Landesbeamte und Kommunalbeamte aus Schulen, Betrieben und Verwaltungen vor
dem Finanzministerium in Dresden für eine angemessene Anhebung ihrer
Einkommen demonstriert und ihren Protest gegen die Blockadehaltung der
Arbeitgeber von der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) lautstark
zum Ausdruck gebracht.
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„Dies war ein wichtiges Signal an die Arbeitgeber, endlich ein Angebot auf
den Tisch zu legen", betonte der Landesvorsitzende des Beamtenbundes Günter
Steinbrecht in seiner Rede: „Die Arbeitgeber müssen zur Vernunft kommen,
denn ohne uns ist kein Staat zu machen.“
„Die Blockadehaltung der Arbeitgeber lassen wir uns nicht gefallen. Deshalb
stehen wir heute hier und sagen: So nicht, Herr Möllring!“, warnte der 2.
Vorsitzende der dbb-tarifunion, Willi Russ. „Unsere 8 Prozent sind gerecht“,
rief Russ unter dem Applaus der Kundgebungsteilnehmer, die sich zur
Mittagszeit vor dem sächsischen Finanzministerium versammelt hatten. Russ
erinnerte die Demonstranten daran, dass die Protestaktionen in Sachsen Teil
einer Vielzahl bundesweiter Warnstreiks und Demonstrationen sind, die bis
zur dritten Verhandlungsrunde am 14. Februar durchgeführt werden.
„So spüren die Bürger im gesamten Bundesgebiet, was ein funktionierender
öffentlicher Dienst bedeutet und wert ist“, so Russ.
Die Vorsitzenden der Lehrerverbände im Sächsischen Beamtenbund wiesen in
ihren Reden besonders auf die Einkommensverluste der letzten Jahre hin und
bekräftigten, dass Leistung nicht nur mit Worten zu honorieren ist.
Bei Pisa Platz 1 - in der Bezahlung Platz 16! - Damit muss endlich
Schluss sein!
Der Beamtenbund ist in die Einkommensrunde 2009 mit der Forderung nach acht
Prozent mehr Einkommen - mindestens jedoch 200 Euro gegangen. Die
Angleichung „Ost“ an „West“ soll vorgezogen werden. Für Auszubildende werden
120 Euro sowie deren Übernahme gefordert. Als gewerkschaftliches Dach aller
Statusgruppen hatte der Beamtenbund auch in der zweiten Verhandlungsrunde
klargestellt, dass eine zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des
Tarifergebnisses auf den Beamtenbereich unabdingbar ist.